13. Mai 2018

25. Friedensgebet von Juden, Christen und Muslimen an der Kreuzkapelle in Forbach


Juden, Christen und Muslime aus Frankreich und Deutschland laden am Sonntag, 13. Mai, um 18 Uhr zu einem Friedensgebet in Forbach ein. Treffpunkt ist an der Kreuzkapelle (Chemin de la Chapelle oberhalb der A320 in Forbach).

Seit dem 8. Mai 1995, dem fünfzigsten Jahrestag der Befreiung vom Nazi-Regime, beten Juden, Christen, Muslime, Buddhisten und Menschen guten Willens von beiden Seiten der Grenze regelmäßig vor der Kreuzkapelle in Forbach, jeweils rund um den 8. Mai. Da es nach den Anschlägen vom 9. November 2001 ein weiteres Gebet im Herbst gab, ist dies das 25. deutsch-französische Friedensgebet in direkter Folge.

Das diesjährige Friedensgebet steht unter dem  Motto „Point d’accueil – Willkommen?“ Texte aus der Bibel und dem Koran lesen Samuel Klein, Rabiner im Ruhestand aus Metz, Djamel Lahmar, Imam der Moschee in Forbach-Wiesberg, Jean-Paul Lebeau, Diakon in der Katholischen Pfarrei Forbach  und Tim Jochen Kahlen, Evangelischer Schulpfarrer in Dillingen.

Die musikalische Begleitung übernimmt Noachika Sogabe aus Saarbrücken auf der Laute und der Oud.

Der Vorbereitungskreis verbindet Menschen unterschiedlichster Herkunft und Sprache. Getragen wird er von Mitgliedern der katholischen und evangelischen Gemeinden in Lothringen und dem Saarland sowie von Muslimen aus Saarbrücken und Forbach. Auch von jüdischer Seite wird das Gebet unterstützt.

„In den vergangenen Jahren zeigt sich mehr und mehr, dass solche Berührungspunkte des Zusammenlebens nötig und noch viel zu selten sind. Religiöser Extremismus auf der einen und Fremdenfeindlichkeit auf der anderen Seite versuchen, einen Keil zwischen die Menschen zu treiben.“, sagt Pfarrer Tim Jochen Kahlen aus dem Vorbereitungskreis. Dagegen sei das Friedensgebet ein lebendiger Beweis, wie es mit Mut und Vertrauen anders gehen könne.

 





Zurück