13. Juli 2022

Letzter KDA-Pfarrer im Saarland: Rudolf Martin wird entpflichtet


17 Jahre stand er an der Seite der saarländischen Bergleute. Inzwischen ist nicht nur der Bergbau im Saarland Geschichte, sondern auch sein früheres Amt. Von 1989-2006 war Horst Rudolf „Rudi“ Martin Pfarrer für den Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (KDA-Saar). Nun wird er offiziell entpflichtet.

Martin, 1956 in Würzburg geboren, kam 1989 als Gemeindepfarrer nach Saarbrücken-Jägersfreude. Neben seiner Pfarrstelle in dem Stadtteil, der damals eine eigene Kirchengemeinde bildete, arbeitete er mit 30 Prozent seines Dienstes beim KDA-Saar mit. 1998 verließ er die Gemeinde, um sich ganz dem KDA zu widmen, der sein Berufsleben prägte. So war er Mitinitiator des Jägersfreuder Haldenkreuzes, begleitete Bergleute auf dem schwierigen Weg der Abwicklung des Bergbaus, organisierte Arbeitsweltpraktika für Theologiestudierende.

Als der KDA 2006 aufgelöst wurde, wechselte Martin als Berufsschulpfarrer ins Technisch-Gewerbliche Berufsbildungszentrum (TGBBZ 1) auf dem Saarbrücker Mügelsberg. In der Arbeit mit Berufsschüler:innen blieb er seiner Nähe zur Arbeitswelt bis zu seiner Pensionierung zum Ende des letzten Schuljahres treu. Daneben engagierte er sich in der Entwicklung und Umsetzung einer Konzeption zur Schulseelsorge.

Die formelle Entpflichtung von Rudolf Martin findet am Sonntag, 17. Juli, um 9.30 Uhr in der Alt-Saarbrücker Ludwigskirche statt.





Zurück